Postpartum Pro Kaiserschnitt



 

 

Fast jede dritte Geburt in Deutschland ist ein Kaiserschnitt laut Statistischem Bundesamt.

Genau genommen 30,9% im Jahr 2021 (Pressemitteilung vom Februar 2023).

Und die Zahlen steigen.

Das sind doppelt so viele wie im Jahr 1991. 

 

Kaiserschnitte können für die Frauen im Anschluß nicht selten auch zu einer psychischen und emotionalen Belastung werden. Denn so einer OP geht nicht selten eine geburtstechnisch ungute oder sogar eine richtig lebensbedrohliche Situation für Mutter und Kind voraus.

Es können große Ängste und Panik entstehen und auch körperlich ist das sehr, sehr anstrengend, wenn zuerst eine "halbe" Spontangeburt stattgefunden hat und dann auch noch eine große OP folgt.

Die Anzahl der Wunschkaiserschnitte ist schwer zu erfassen, denn es so zu benennen würde Abrechnungsprobleme mit den Krankenkassen bedeuten, denn einen Sectio soll demnach nur dann stattfinden, wenn eine Notsituation besteht.

Dennoch, körperlich ist so eine große Bauch OP eben genau das: Ein großer operativer Eingriff. Und kein Klacks.

Egal, ob jemand sich bewußt dafür entschieden hat oder nicht.

 

Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, brauchen unsere gesonderte Aufmerksamkeit nach der Geburt.

Kaiserschnittnarben können eine Vielzahl an Symptomen machen und auch Jahre später noch Problemen bereiten.

Frauen, die einen Notkaiserschnitt hatten, brauchen unsere seelische und emotionale Unterstützung noch verstärkt.

 

In den Rückbildungskursen wird den Kaiserschnittgeburten meistens keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt, denn es heißt ja allernorts, nach sechs Wochen, darf man wieder alles machen (wer das erfunden hat, weiß ich nicht).

Wer aber die Wundheilungsphasen tatsächlich kennt und beachtet, der weiß, dass nach sechs Wochen gerade mal das "Grobe" verheilt ist und dass bei zu viel Belastung die Narbe nicht nur äußerlich, sondern bis in die tiefsten Schichten von Blase und Gebärmutter, ungut verwachsen kann.

 

 

Die Frauen kommen zu uns in die Praxen mit Beschwerden wie:

 

  • Inkontinenzprobleme
  • Urge Symptomatik
  • Häufige Toilettengänge
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen beim Sex im Unterbauch
  • Schulterschmerzen
  • Atemprobleme
  • Wulstige, schmerzhafte oder unschöne Narben
  • Verstärkte Regelschmerzen
  • Bewegungseinschränkungen im Rumpf und der Wirbelsäule
  • eine “seltsame” bzw. eine andere Bauchform, eine Einziehung entlang der Narbe, bei der der Bauch "oben drüber" hängt
  • Symptome entlang der Faszienlinien und/oder Muskelketten (von Knieschmerzen bis hin zu Kieferproblemen in seltenen Fällen)

 

 

Meistens ist es nicht damit getan, nur die Narbe zu massieren.

Wir müssen in der Tiefe arbeiten, um die Beweglichkeit von Blase und Gebärmutter wieder herzustellen.

Wir müssen uns den restlichen Körper anschauen, damit wir Bewegungseinschränkungen in den Rippen- und Wirbelsäulengelenken ausfindig machen können.

Wer schon einmal einen Kaiserschnitt live gesehen hat, der weiß, dass da oft mit sehr viel Druck auf den Rippen gearbeitet wird. Das Baby kommt meistens nicht von alleine raus.

Allein das kann direkt im Wochenbett große Schmerzen bereiten in den Rippen, in den Schultern, im Rücken und es kann auch Atemprobleme machen. 

Oft kommen die Frauen erst sehr viel später in die Praxen und man kann den Zusammenhang von Geburt und Atemschwierigkeiten gar nicht mehr herstellen.

Aber egal, wann die Frauen zu uns kommen, es ist wichtig, sich die Zusammenhänge ins Bewusstsein zu rufen und eine genaue Anamnese zu machen.

Auch, wenn eine Patientin erst 10 Jahre nach der Geburt kommt.

Vielleicht liegen ihre Probleme gar nicht im Kniegelenk, sondern wo ganz anders.

Wie können nicht nur "Rücken" behandeln oder "Knie" oder "Beckenboden". Unser Körper ist dreidimensional.

Ohne "Vorderseiten", bringt eine Rückenbehandlung auf Dauer keinen Erfolg und umgekehrt.

 

Viele der Techniken können auch bei Frauen mit Spontangeburten angewendet werden.

Integrationsbehandlungen zum Beispiel. Oder Diaphragma Behandlungen, Bauchbehandlungen, Iliopsoas, Rectus Abdominis, Linea Alba Release, Faszienbehandlungen, Gelenktechniken für die Rippen und Wirbelsäule.

Auch ohne Narbe und OP braucht der Körper nach der Geburt wieder seine Balance. 

Die Funktionsketten werden im Prinzip allein schon durch die Schwangerschaft ziemlich belastet und völlig aus dem Lot gebrach. Bei allen Frauen.

Genauso wie alle Frauen nach der Geburt zu 100% eine Rektusdiastase haben.

Sämtliche abdominalen Techniken, können sowohl bei Rektusdiastase als auch bei Beckenbodenproblemen angewendet werden.

 

 

 

Inhalte des Kurses


 

  • Kaiserschnitt: Die OP + Grundlegendes
  • Fasziale Zusammenhänge
  • Die Bauchwand
  • Muskelketten
  • Faszienbehandlungen
  • Behandlung von Blase und Gebärmutter (von außen)
  • Behandlung der tiefen Abdominal Faszie
  • Diaphragma Behandlung
  • Iliopsoas: Warum er so wichtig ist. Iliopsoas Release
  • Integrationsbehandlung(en) entlang der Bogensehne (die anterioren, longitudinalen und untereinander verbundenen Faszien, die dazu beitragen, das Gleichgewicht zwischen anterior und posterior aufrecht zu erhalten: Kiefer, Masseter, submandibuläre Faszie, anteriore Halsfaszie, Sternum, Linea Alba, Umbilicus, präsakrale Faszie, Diaphragma Pelvis, Tractus Iliotibilais, Fibula)
  • Koordination der 7 Diaphragmen: Plantarfaszie, Diaphragma Knie (Faszia Poplitea+Bänder), Diaphragma Pelvis, Respiratorisches Diaphragma, obere Thoraxapertur (vordere Halsfaszie, Muskeln+Bänder), subokzipitales Dreieck, Tentorium Cerebelli)
  • Linea Alba Release, Rectus Abdominis Release
  • Mobilisation der Narbe, aktiv, passiv
  • Narbenmassage
  • Narbenbehandlung mit dem Schröpfglas
  • Behandlung der Faszien mit dem Faszienschaber
  • Mobilisation der Rippengelenke und der Wirbelsäulengelenke
  • Behandlung(en) Quadratus Lumborum, Transversus Abdominis Ursprung, Diaphragma Ursprung, Iliopsoas Ursprung am BWS/ LWS Übergang und den Rippen, Fascia Thoracolumbalis (die Rückseite der Rumpfkapsel quasi)
  • Bauchbehandlung Grand Maneuvre
  • Bauchmassage
  • Kaiserschnittnarben Tape
  • Kaiserschnitt "akut" im Krankenhaus: Vorgehen, Situation, Realität (z.B. "über die Seite aufstehen" ist keine gute Anweisung und funktioniert nicht nach der OP), Anweisungen und Tipps für die Patientin, Symptome, Probleme
  • Übungen bei Kaiserschnitt
  • Der emotionale Aspekt des Kaiserschnitts und der Umgang damit
  • Bonus: Schützt Kaiserschnitt vor Inkontinenz?
  • Bonus: Handout für Patientinnen in der Praxis

 

Preislage ca. 399,00€ Einführungspreis.

 

Trag dich ganz unverbindlich in die Liste ein und ich gebe dir Bescheid, wann es soweit ist und der Kurs online geht.

Höchstwahrscheinlich Frühjahr 2024.